BERLIN

NDT 2
11-12-13-14 oktober 2018


Auf vielfachen Wunsch kehrt das Nederlands Dans Theater (NDT) zu den Berliner Festspielen zurück! Diesmal tanzt die zweite Kompanie NDT 2 in fünf aufeinander folgenden Aufführungen, zwischen dem 11. und 14. Oktober 2018, ein aus vier Stücken bestehendes Programm, darunter eine Matinee-Aufführung am 14. Oktober.

Das Berliner Publikum bekommt einen Ausschnitt aus dem äußerst vielfältigen Repertoire von NDT 2 zu sehen. Neben älteren und neueren Arbeiten der beiden Hauschoreografen Sol León & Paul Lightfoot – Sad Case (1998) und Subtle Dust (2018) – werden die Tänzer zudem Wir sagen uns Dunkles (2017) des NDT-Associate Choreographer Marco Goecke und mutual comfort (2015) von Edward Clug aufführen. Alle vier Stücke werden in Berlin zum allerersten Mal zu sehen sein.

Ticket sales start August 17, 2018!


Tickets und termine

DO11/10Berliner Festspiele
Berlijn
20:00
VR12/10Berliner Festspiele
Berlijn
20:00
ZA13/10Berliner Festspiele
Berlijn
20:00
ZO14/10Berliner Festspiele
Berlijn
15:00
Berliner Festspiele
Berlijn
20:00

Choreografen

Paul Lightfoot
Sol León
Marco Goecke
Edward Clug

Aufführungen

Subtle Dust - Sol León & Paul Lightfoot
Für Subtle Dust (2018), ihre neueste NDT 2-Kreation, haben León & Lightfoot die Musik von J. S. Bach wiederaufgegriffen, dessen Einfluss die Karriere dieser Choreograf*innen wesentlich beeinflusst hat. In diesem Werk, wie in unser aller Leben, spielt das Konzept des Wandels eine entscheidende Rolle, sei es in körperlicher, emotioneller oder spiritueller Weise. Subtle Dust beleuchtet daher den Wandel der jungen und talentierten Künstler*innen des NDT 2, in einem Bemühen, sie auf ihrem eigenen Weg der Entwicklung und Veränderung zu unterstützen.

Wir sagen uns Dunkles - Marco Goecke
Marco Goeckes neue Kreation für das NDT2 beginnt mit den Begegnungen des Choreografen, der fünf Tänzer und vier Tänzerinnen im Studio. Unwichtig scheinen ihre Treffen, und sind gleichzeitig doch wichtiger als alles; jung, unartig und böse, verspielt und punkig.

"Mein Gefühl gehört heute mehr den Tänzern, mehr als früher vielleicht", sagt Marco Goecke. Ein Wimpernschlag, ein Blick, eine scheinbar flüchtige Geste. Nur ein Augenblick oder eine Geschichte? Was bleibt, ist eine Träne auf einer Wimper, die weggefächelt wird. Wie kommen wir uns nahe? Ein Schmetterling, der eine Sekunde verweilt, bevor er weiterfliegt.
Die Klänge von Schubert und Schnittke begegnen denen von Placebo, der Schwanengesang dem Song to say goodbye. Dazu rasselnde Hosen, deren scheppernder Klang sich in die Musik einmischt.
Über seine Tänzer sagt der Choreograf: "Sie vestehen mich sofort. Es gibt kein Limit. Sie wollen herausgefordert werden". Sie bewegen sich rasend schnell, virtuos, eigentümlich gestikulierend, rückhaltlos, selbstsicher, und – ob im Solo, zu zweit oder zu mehreren – sie kommunizieren in Goeckes Sprache, als ob sie nie eine andere gelernt hätten. Sie sagen sich Dunkles, ohne Worte. - Nadja Kadel

mutual comfort - Edward Clug
Edward Clugs Choreographie ist detailliert und präzise umrissen. Häufig sind es als Unterscheidungsmerkmal vor allem Zuckungen, bei denen die Körper mit einem solchen extremen Ruck zucken, dass sie als Interpunktion interpretiert werden können; daraus wird eine gewisse Bestätigung des Taktes. Als Choreograph ist Clug daran interessiert, die individuelle Erfahrung der Tänzer hervorzuheben, indem er sie in ihrer Herangehensweise auf den Punkt bringt. Dabei lehnt  sich seine Arbeit an die Betonung einer persönlichen Erfahrung an, die sich aus dem Schaffensprozess ergibt, der von der Beleuchtung menschlicher Widersprüche geleitet wird und überraschende Momente der Schönheit und spontanen Ironie vermittelt.

1991 wurde Edward Clug (Rumänien) als Solist am Slowenischen Nationaltheater (SNG) in Maribor engagiert, wo er seine erste Choreographie machte. Im Jahr 2003 wurde er künstlerischer Leiter des Balletts und führte die Kompanie in neue, eigenständige Richtungen. Als Choreograph erntete er mit seinem Stück Radio and Juliet (2005) zur Musik von Radiohead internationalen Ruhm. Clug debütierte mit dem Nederlands Dans Theater mit dieser kurzen Kreation für NDT 2. mutual comfort erhielt begeisterte Kritiken und sorgte damit für seinen Durchbruch in den Niederlanden.

Sad Case - Sol León & Paul Lightfoot
"Im Nachhinein erkennt man, dass Energie alles ist. Als Sol und ich, bis weit in ihre Schwangerschaft, 1998 Sad Case erschufen, hatten die Hormone freies Spiel und war es die Zeit großer Emotionen. Diese Hormone des Lachens, des Wahnsinns und der Angst vor dem Unbekannten, das vor uns liegt, bilden die Nabelschnur dieser Arbeit." – Paul Lightfoot

Sad Case wurde 1998 erschaffen, als Sol León im siebten Monat mit ihrer Tochter schwanger war, und ist eine der Hauptsäulen des Gesamtwerks von León & Lightfoot. Überraschende und irdische Bewegungen zu mexikanischer Mambo-Musik zeigen eine ständige Suche nach der Spannung zwischen satirischen und klassischen Momenten.